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Das Land der offenen Türen

21.3.2020, 12:57 Uhr

Gestern fiel mir auf, dass fast alle Geschäfte die Türen offen lassen. Das hat mir gut gefallen, das wirkt sehr freundlich. Ansonsten ist das Bild auf der Straße natürlich sehr fremd. Fast alle Menschen sind alleine unterwegs, fast niemand auf der Straße. Einlass in den Supermarkt zum Teil nur Einzeln. Die Aussicht auf eine verschärfte Ausgangssperre macht mich natürlich nicht froh.

 

Ängste und Traurigkeit

Obwohl ich der Situation auch einiges Positives abgewinnen kann, möchte ich heute mal Ängste und Traurigkeit thematisieren. Mit beidem habe ich mich besonders gestern sehr befasst. Ängste, wie es mit uns allen weiter geht, wie ich meine Miete bezahle, wie ich in Kontakt mit meinen Liebsten sein kann, wie ich mit Einsamkeit umgehen werde, ob alle versorgt und gesund sind und wohin die ganze Reise in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren persönlich und kollektiv gehen mag. Ja, Ängste sind da und das möchte ich an dieser Stelle einfach nicht unter den Teppich kehren.

Traurigkeit, weil nun auch ganz klar sichtbar wird, welche Menschen wirklich hilfsbereit und loyal sind. Welche Freundschaften echt sind und welche Beziehungen nicht funktionieren. Für mein Empfinden ist alles gerade wie unter einer Lupe vergrößert und gut sichtbar. Gute Zeit zum Sortieren. Und zum Dankbar sein für echte Freundschaft und Liebe.

 

Transformation im Turbogang: Immer wieder loslassen

Die Kunst besteht im Moment für mich darin, mich den schnellen Ereignissen im privaten und kollektiven Bereich, anzupassen. Oder besser gesagt: Die Dinge die auftauchen, gefühlt in Echtzeit, zu transformieren. Mein Körper-Seele-Geist-System läuft seit einiger Zeit auf Hochtouren. Was ich gerade lerne ist, die Dinge immer schneller loszulassen, bzw. gar nicht mehr festzuhalten. Ängste und Traurigkeit waren ja gerade Thema. Mir hilft es enorm, immer wieder aktiv loszulassen: Konzepte für die  Zukunft, Erwartungen an meine Mitmenschen und Umgebung. Ganz radikal. Im Moment. Dann atmen. 

 

Dann kann das Vertrauen wieder arbeiten und dafür sorgen, dass ich in meiner Kraft bleibe. Urvertrauen, Gottvertrauen. Das Wissen, dass alles gut ist, wie es ist. Dass alles bei mir bleibt, was zu mir gehört. Dass ich nichts verlieren kann, was für mich vorgesehen ist. Dass ich zu jeder Zeit an richtigen Ort bin. Dass ich beschützt bin.

 

Vorbereitung auf die Ausgangssperre: Mein Beitrag

Da ich keine Ahnung habe, wie die nahe Zukunft für uns aussehen wird, konzentriere ich mich also auf den Moment. Meine Momente sind immer gut, wenn ich arbeiten darf. Deshalb habe ich gestern mein Angebot als spirituelle Beraterin umgestellt. Ich möchte an dieser Stelle einen positiven Beitrag leisten und biete meine Beratungen ab Montag telefonisch oder als Zoom-Call auf Spendenbasis an. Mag jeder geben, was er kann, meine Preise gelten bis auf Weiteres nicht mehr. Es geht jetzt darum, füreinander da zu sein. Alles andere ist im Augenblick nebensächlich.

 

Heute und morgen werde ich noch mit Vorbereitungen beschäftigt sein, ab Montag bin ich verfügbar. Ich möchte meinen vielen lieben Kunden auf diesem Weg zur Seite stehen und mich auch an dieser Stelle bei den vielen wundervollen Menschen bedanken, mit denen ich in den letzten neun Jahren arbeiten durfte.

 

Lasst uns gegenseitig stärken.

Love

Djamila

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